2. Preis im Städtebaulichen Realisierungswettbewerb „Ehemaliges Krankenhausareal Hochwiesstraße“

 

Der Wettbewerbsbeitrag „Neues Wohnen am Anger“ zeigt auf dem ehemaligen Krankenhausareal Hochwiesstraße in Marktoberdorf ein neues, nachhaltiges und qualitatives Wohnquartier mit hoher Aufenthaltsqualität.
Das städtebauliche Grundgerüst resultiert aus den räumlichen Gegebenheiten und dem Wunsch das zukünftige Quartier an vorhandene Grünstrukturen sowie an bestehende und zukünftige Quartiere anzubinden. Ein grüner Anger öffnet sich nach Osten und gewährleistet nicht nur einen adäquaten Quartierseingang, sondern bietet die Möglichkeit das Wohnquartier mit dem zukünftigen Wohnbauland im Osten zu vernetzten.
Zur Vermeidung von Monotonie, werden im Sinne eines inklusiven Quartiers unterschiedliche Gebäudetypologien und Wohnungsgrundrisse angeboten, die verschiedene Zielgruppen, Lebensphasen und Altersgruppen bedienen. Die hochbaulichen Setzungen berücksichtigen den erhaltenswerten Baumbestand und die vorgegebene Topografie. Ein zentrales Baufeld mit einer aufgelockerten Punktbebauung gewährleistet mit halböffentlichen und privaten Freiräumen Sicht- und Querbeziehungen innerhalb des Quartieres und stärkt das Gemeinschaftsgefühl.
Das Grünkonzept ermöglicht eine geschützte kompakte Bebauung, die von einem grünen Korridor durchdrungen wird. Ein Großteil des Baumbestands wird erhalten und straßenbegleitend ergänzt. Der öffentliche Raum wird durch zwei Platzflächen, dem Quartiersplatz im Westen und dem östlichen Quartierseingang aufgespannt. Der Quartiersplatz bildet das neue Zentrum und wird durch die angrenzenden Nutzungen (Kindertagesstätte, Quartierstreff, Café), den nahen Spielplatz am Hang und die Einbindung in das übergeordnete Wegenetz belebt.
Die neue innere Erschließung ist als verkehrsberuhigter Bereich ausgeführt und durch eine weiche Separation gegliedert. Der ringförmige Straßenverlauf ist zugleich wesentliches Charakteristikum des öffentlichen Raums. Im zentralen Bereich werden versickerungsfähige Flächen für Stellplätze (Rasengittersteine) vorgehalten, die bei geringer Auslastung einen extensiven Bewuchs mit Pflanzen ermöglichen.

Aufgabe: Städtebaulicher und landschaftsplanerischer Realisierungswettbewerb

Jahr: 2017

Ort: Marktoberdorf

Auslober: Stadt Marktoberdorf

Projektpartner: Fehlig Moshfehgi Architekten, gartenlabor bruns